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Ökosiedlung Allermöhe

Ökosiedlung Allermöhe published on

0121029 Hamburg-Allermöhe: 36 realisierte WE in Doppel- und Reihenhausbebauung, eine der älteren Öko-Siedlungen in Deutschland; weitegehnd erstellt von 1985- 96, das letzte Haus entstand 2003. Komposttoiletten, Schilfkläranlage, Baubiologische Materialien. „Interessengemeinschaft Ökologisches Bauen Allermöhe“, Planung/Bauleitung: J. Lupp Architekt; Vollbracht und Bäumer Architekten; T. Keidel, M. Uhlenhaut, Hamburg; Cordes, Rotenburg/ Wümme. Auszeichnungen Holzbaupreis Norddeutschland 1988.

Fotogalerien 2007fotogalerie-icon
2004
Straße Sie liegt im Südosten der Hansestadt zwischen dem Hamburger Stadtzentrum (ca. 15 km) und der Bergedorfer Innenstadt (ca. 3 km) innerhalb des Stadtteils Neuallermöhe-Ost.
Gebäudeart(en),
Bauform
zweigeschossige Einfamilienreihenhäusern in Doppel- und Reihenhausbebauung, an drei Wohnhöfen (Nord-, Mittel- und Südhof), Neubau
Eigentumsform(en) Eigenheime, sozialer Wohnungsbau
Lage innerhalb des großen Neubaugebiets Allermöhe I in Bergedorf
Größe (WE) 36
Bewohner 114 (62 Erwachsene, 52 Kinder)
Fertigstellung 1. Bauabschnitt 1987, 2.Bauabschnitt 1991 -1993, das letzte Doppelhaus wurde 2003 erstellt
Ökologie
Ab/Wasser Komposttoiletten (Fäkalien) [clivis multrum, siehe Abb.], Regenwassersammlung (für Garten, Waschmaschine) und gemeinsam betriebene Pflanzenkläranlage für Grauwasser (im südöstlichen Bereich); ursprüngliche Anlage 1994 erweitert für tägliche Grauwassermenge 15 Kubikmeter; drei Schilfbeete jetzt 240 qm, als intervallbeschickte Vertikalfilter; nachgeschalteter Schönungsteich (# 6). Die Siedlung kommt ohne eine Einleitung ihrer Abwässer in das öffentliche Sielnetz aus.
Abfall Abfallvermeidung
Energie Energieeinsparung, temporärer Wärmeschutz, Wärmespeicherung, Brennwerttechnik, Niedertemperaturheizung, zentrale Warmwasserverteilung, Sonnenkollektoren, Südorientierung, Zonierung der Grundrisse, Wintergärten
Baubiologie Verwendung von Recyclingprodukten, schadstofffreier Materialien für den Innenausbau. Holzfassaden (1. Bauabs.)
Freiraum Vorgarten Da Zugang vom Fußweg fast direkt in die Häuser, kaum ausgeprägter Vorgartenbereich
Garten privat, Einzel, zum Teil ohne Trennung zwischen den Nachbarn; gemeinsame Freiräume (Wiese) zwischen den Häusern; naturnahe Gestaltung der Grünflächen
Stellplätze Parkplätze auf der öffentlichen Straße, wenige zusätzlich auf dem Grundstück.
Straße Da die Siedlung entlang dem Fanny-Lewald-Ring liegt, sind innerhalb der Siedlung nur schmale Fußwege notwendig.
geringe Versiegelung durch schmale Wege
Fassadenbegrünungen, angelegte Biotope
Klima Innenraumklima, Schutz Kleinklima
Ökonomie
Soziokulturelles Rechtlich verfasst ist die Siedlung durch die Kombination öffentlich-rechtlicher Einbindung zentraler ökologischer Details in die Grundstückskaufverträge der einzelnen Haus- und Grundstückseigentümer mit einem eingetragenem Verein, durch den die Anteile an Gemeinschaftseigentum verwaltet werden.
Anmerkungen Die Ökologische Siedlung Allermöhe gehört zu den Pionieren des ökologischen Siedlungsbaus in der Bundesrepublik Deutschland und war die erste ökologische Siedlung in Hamburg. Ihre Planungs- und Entwicklungsgeschichte reicht bis in die 1970er Jahre zurück. Der 1. Bauabschnitt gehörte zu den ambitionierten Pionierprojekten, während der 2.Bauabschnitt unter stärker formalisierten Bedingungen für die Bauherren stattfand
Ansprechpartner Architekt: Vollbracht & Voges
Stadt Hamburg
Ökologisches Leben Allermöhe e.V.
c/o Helge Mangold
Fanny-Lewald-Ring 92a,
21035 Hamburg, Tel.: 040-735 72 41
EMail:  Ökologisches Leben Allermöhe
Link www.oeko-siedlung-allermoehe.de
Quellen
Stand
Holger Wolpensinger, Bonn 11/2008

 

 

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