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Französisches Viertel Tübingen

Französisches Viertel Tübingen published on

Luftbild-Franz-Viertel-Tuebingen72072 Tübingen: Stadtteilentwicklung im Französischen Viertel für 2.500 Einwohner. Entstanden sind etwa 150 Betriebe mit rund 700 Arbeitsplätzen angesiedelt worden. Freizeit-, Einkaufs- und Dienstleistungseinrichtungen sind im Viertel selbst vorgesehen oder zum Teil in unmittelbarer Nähe des Viertels vorhanden. Es handelt sich um eine Konversionsfläche mit ehemaligen Kasernen der Französischen Armee; Umbau der massiven, erhaltens­werten Kasernengebäude zu Geschoßwohnungsbau bzw. Nachverdichtung auf freien, geräumten Flächen. Fertigstellung: 2012

Fotogalerien 2016fotogalerie-icon
2004
2004 (J.Hartl)
2002
Projektbeschreibung von „Block 9″ (Joachim Eble Architektur)
Ausführliche Projektbeschreibung
Studienarbeit als pdf (2004)
Baumaßnahme
Adresse Französisches Viertel in der Tübinger Südstadt
Größe
Französisches Viertel ca. 1.100 WE, ca. 2.500 Einwohner und 150 Betriebe mit rund 700 Arbeitsplätzen auf ca. 9 Hektar
„Französisches Viertel“ & „Loretto Areal“ ca. 3.350 Einwohner
Der ganze Entwicklungsbereich „Französisches Viertel / Stuttgarter Straße“ ca. 6.500 Bewohner und ca. 2.000 Arbeitsplätze auf ca. 65 Hektar
Fertigstellung 2012
Städtebau Innenstadtbereich Wohnen/Gewerbe/kulturelle Einrichtungen.
Neubau und Sanierung, überwiegend Geschoßwohnungsbau.
Gefördeter Mietwohnungsbau und Eigentumswohnungen
Projektentwicklung Im Herbst 1990 beschließen die französischen Streitkräfte, ihre Standorte in Tübingen aufzulösen. Bereits sechs Monate später ziehen die Truppen ab, Kasernenstandorte mit 65 Hektar Gesamtfläche in der „Südstadt“ werden frei. Die Stadt erwirbt die Flächen von der Bundesrepublik Deutschland zum „entwicklungsunbeeinflussten Wert“, d.h. billiger Bodenpreis. Städtebaulicher Wettbewerb 1992. Nach dem Rahmenplan-Beschluss 1993 werden die Bebauungspläne in Abschnitten erstellt. (# 40, # 41)
Besonderheit 2001 Deutscher Städtebaupreis
B-DCBA-LevelWichtigste Maßnahmen zur Nachhaltigkeit
Ökologische
Energie Blockheizkraftwerke
Baustoffe Stadterneuerung im weitesten Sinne: „Recycling“ durch Umbau vorhandener Bausubstanz bzw. Wiederbebauung abgeräumter Flächen Solararchitektur, vor allem an den Neubauten im südöstlichen Bereich
Mobilität Fast die ganze Siedlung ist als „Autofreie Zone“ ausgewiesen.
Geparkt wird in zwei automatischen Parkgaragen.
Parkhaus Lorettoplatz (Katharinenstraße 14): 185 Parkplätze
Parkhaus Französisches Viertel (Bei den Pferdeställen 11): 388 ParkplätzeDurch die geschlossene, verdichtete und mehrgeschossige Bauweise wird sparsam mit Grund und Boden umgegangen (die GRZ liegt zwischen 0,6 und 0,7). Anstatt konventioneller Parkhäuser werden platzsparende mechanische Parkierungsanlagen gebaut.
Geschätzte Stellplatzzahl: ca. 0,6 => 840 Stellplätze
Wasser Regenwasserversickerung und -sammelbecken
Freiraum Vorgarten je nach Bautyp, meist Abstandsgrün von Geschoß­wohnungsbauten
Garten je nach Bautyp: gemeinsame Höfe, kleine Mietergärten
Siedlungsfreiraum vorhandener Bachlauf wird parkartig in die Siedlung integriert
Spielplatz großer Stadtplatz mit Tennenfläche, Wasserspiel­möglichkeiten; örtlich daneben ehemalige Panzerhalle, jetzt variabel für alle Nutzungen, auch für Kinderspiel (Ballspiele usw.)
Stellplätze teilweise Tiefgaragen, straßenbegleitend usw.
Ökonomische Die Baukosten der Baugemeinschaften lagen zwischen 1.400 und 1.800 Euro/m², je nach Ausstattung.
Soziokulturelle Nutzungsmischung/Stadt der kurzen Wege: gewerbliche Ansiedlungen: 50% Dienstleistung, 20% produzierendes Gewerbe und Handwerk, 10% Einzelhandel sowie 20% sonstige Einrichtungen.
Erschließung Kostengünstige und ressourceneffiziente Ver- und Entsorgung durch hohe Bebauungsdichte. Flächensparende automatische Parkgaragen mit eigen­ständigen Betreiberunternehmen.
Akteure Zentrale Figur war Andreas Feldtkeller, der damalige Leiter des Stadtsanie­rungsamts. Initiierung von Baugruppen (mit Vorkaufsrecht der Grundstü­cke), Architekturbüros, Bauträger, Studentenwerk, Sozialverbände, kirchliche Träger, Unternehmen und Unternehmensgründer
Literatur – SZ-Beitrag vom 31.8.2017: „Französisches Viertel in Tübingen: Leben in der Seifenblase
– Daniel Fuhrhop, Andreas Feldtkeller, Gabriele Steffen, Matthias Gütschow, Günther Thöne, Uwe Wulfrath, Cord Soehlke (2014): Stadt im Wandel: Französisches Viertel Tübingen. (im ungewöhnlichen Format: A6)
– Andreas Feldtkeller (2001): Städtebau: Vielfalt und Integration . Deutsche Verlags-Anstalt DVA
– EXWOST Experimenteller Wohnungs- und Städtebau INFORMATIONEN Forschungsfeld: Städtebauliche Qualitäten im Wohnungsbau April 1992 Nr. 2 S.4
Downloads Manderscheid, Katharina (2004): Milieu, Urbanität und Raum. Soziale Prägung und Wirkung städtebaulicher Leitbilder und gebauter Räume. Dissertation. Wiesbaden.
Kurzbeschreibung Diss. Manderscheid
Links www.nationale-stadtentwicklungspolitik.de/…Tuebingen_Suedstadt.html
www.franzoesisches-viertel.net
Loretto Areal: http://franzosen-tuebingen.de/loretto-viertel
Interview mit Andreas Feldkeller (2014):
www.verbietet-das-bauen.de/wahrheit-feldtkeller
Stand Erstellt: 2007, Aktualisiert: 9/2019 Holger Wolpensinger
sdg21-Eintrag www.sdg21.eu/db/franzoesisches-viertel-tuebingen