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Heinrich-Böll-Siedlung

Heinrich-Böll-Siedlung published on

heinrich-boell-siedlung-0613156 Berlin-Pankow: Arbeitsgemeinschaft Winfried Brenne Architekten / Joachim Eble Architektur, 226 WE, größte dachintegrierte Solarstromanlage auf Wohngebäuden in Europa; Forschungsstudie zu den Kosten ökologischer Baustoffe (Vergleich mit Berliner Referenzhaus). Bezug: 1999

Fotogalerie: 2003fotogalerie-icon
1999

Ausführliche
Projektbeschreibung
Studienarbeit als pdf 
Ausführliche Infos zur Fotovoltaikanlage
Adresse Heinrich-Böll-Straße, Schillerstraße
Anfahrt über Dietzgenstraße; Straßenbahnlinie 52, Haltestellen Heinrich-Böll-Straße (Dietzgenstraße) und Nordend (Schillerstraße)
Lage innerhalb des Siedlungsgebiets auf ehemaliger Gärtnereifläche

Projekt:
Bauzeit nach # 37: Baubeginn 1995;
Fertigstellung 2. Bauabschnitt 1999 (# 1); Bauabschnitt 2: 1996- 1999 (# 3)
Architekt Joachim Eble/ Franz Jaschke (# 1)
ARGE Winfried Brenne, Joachim Eble mit Franz Jaschke (# 3)
und nps Architekten BDA Nietz Prasch Siegl (nach # 37)
Gartenarchitekt ?
Bauherr GSW Gemeinnützige Siedlungs- und Wohnungsbaugesellschaft Berlin mbH
Größe 8 Hektar (# 4)
Wohneinheiten 226 WE (# 1);
Bauabschnitt 2: 192 WE (1. Förderungsweg), 24 Eigentumswohnungen (# 3)
Wohnungstyp Überwiegend zeilenförmiger Geschosswohnungsbau; Reihenhäuser
Anmerkungen Südlicher Teil des ursprünglichen Konzepts (Bauabschnitt 3 (?), südlich vom Kreuzgraben) nicht realisiert, stattdessen konventionelle Einzelhaus-/ Reihenhausbebauung; Bauabschnitt 4 (?) westlich der Heinrich-Böll-Straße noch Brachland (Ortsbesichtigung/ Vergleich mit # 3)
Quellen # 1, 3, 4
Allgemein:
Projektentwicklung Auf einer ehemaligen Gärtnereifläche wurde stadtnahes Wohnen geplant; Eigentümer der Fläche wurde die GSW, die hier vesuchte, verschiedene „Ökobausteine“ zum ersten Mal in einem größeren Wohngebiet zusammen zu verwirklichen (so: Solarorientierung der Bauten, Regenwasserkonzept, Baumaterialien). Für den (realisierten) Bauabschnitt wurde die Förderung des sozialen Wohnungsbaus bewilligt („Sozialwohnungen“). 1994 unter dem Titel „Gartenhofstadt Brosepark“ hoffnungsvoll gestartet, geriet das Projekt in die Mitte der 90er Jahre einsetzende Wohnungsnachfrage in Berlin (Abwanderung aus Berlin), so dass der südöstliche Bauabschnitt später in Doppelhäuser umgeplant wurde, und die westliche Teilfläche noch brach liegt. Der nach dem ursprünglichen Konzept realisierte nordöstliche Teil ist jedoch sehenswert.
Öko-Politik von der stadteigenen Wohnungsbaugesellschaft GSW getragen

Städtebau, Architektur:
Städtebau Innerstädtisches Wohnen mit vorwiegend südorientierten Zeilenbauten in 5 Bauabschnitten insgesamt 630 Wohnungen geplant (Stand 1995, nach # 37); die unterschiedliche Stellung der Baukörper bewirkt eine etwas unterschiedliche Ausprägung der Höfe.
Architektur Geschosswohnungsbauzeilen; „solarintegrierter Städtebau“, die Bauten sind südorientiert (4-geschossig), oder westorientiert (5-geschossig);
Materialien Bau konventionell, Putzbauten; obere Geschosse (4.- 5.) durch Verbretterung abgesetzt
eines der Gebäude besonders ökologisch konzipiert: Innendecken und -Wände z.T. Holz, Lehmputz, Wandflächenheizung (# 4)
Energie Die zum damaligen Zeitpunkt größte dachintegrierte Solarstromanlage auf Wohngebäuden in Europa
Abwassertechnik z.T. Verwendung wassersparender Toiletten (50 % Wasserersparnis);
Regenwasser wird am Ostrand der realisierten Bebauung in offenem „Bachlauf“ zu einem bereits vorher vorhandenen Graben südlich der Bebauung zugeführt.

Freiraum:
Vorgarten Abstandsgrün
Garten Terrasse für Erdgeschosswohnungen, z.T. mit Gabionen gegenüber Umfeld erhöht terrassiert
Siedlungsfreiraum am Ostrand durchgehende Wegeachse, parallel zum Regenwasser-Bach; bindet Spielplätze untereinander an
Spielplatz Spielplatz in jedem Hof, großer Spielplatz am südlichen Rand, zum Graben hin
Stellplätze frei, in den Höfen, z.T. unter Pergola
Straße asphaltiert;
Wege im Freiraum halb gepflastert/ halb wassergebundene Decke

Quellen # 1 www.oeksiedlungen.de/boell, 17.10.02
# 37 Bauen in Pankow. Broschüre, hrsg. vom Bezirksamt Pankow, undatiert (1995 ?), hier S. 41/42 „Gartenhofstadt Brosepark“ (heute: Heinrich-Böll-Siedlung)
Links Zeitungsbericht in der Berliner Zeitung (Jan. 2009): www.berliner-zeitung.de/berliner-siedlungen…heinrich-boell…

 


 

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