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Ökodorf Sieben Linden

Ökodorf Sieben Linden published on

In-Entstehung_gr100px_200dpi38489 Beetzendorf-Poppau: hier entsteht seit 1997 eine neues Dorf für 300 BewohnerInnen. Mit derzeit 150 Bewohner*innen (ca. 60 WE) wird seit 1997 ein neues Selbstversorger-Dorf aufgebaut, das es Menschen ermöglicht einen nachhaltigen Lebensstil zu leben. Es stehen 8 Wohnhäuser plus das Regiohaus/Seminarzentrum, gebaut in Niedrigenergie- bis Passivhausstandard, in Sieben Linden (Stand 10/2016). Ein Strohbau-Gästehaus mit 15 Gästezimmern soll in 2017/18 gebaut werden.

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Die Initiative zum „Ökodorf Sieben Linden“ entstand aus dem Vorgängerprojekt im 25 km entfernt liegenden Groß Chüden. Das Projekt war 1989 initiiert worden und hat mittlerweile 60 Bewohner. Vom dortigen Projektzentrum aus organisierte die Wohnungs- und Siedlungsgenossenschaft Ökodorf eG die Ansiedlung in Poppau.

Durch die Kombination von Wohnen und Arbeitsmöglichkeiten in Landwirtschafts-, Handwerks- und Dienstleistungsbetrieben ist wirtschaftliche Selbstständigkeit und weitgehende Selbstversorgung geplant. Vor allem die regionale Vermarktung der produzierten Lebensmittel, die Beschäftigung von Handwerkern aus der Region (beim Um- und Neubau) und die Ausrichtung von Festen tragen zur Integration in die vorhandene Dorfgemeinschaft bei. Der angeschlossene Seminarbetrieb sorgt mit einem breiten Bildungsangebot für die Außendarstellung und -werbung.

  • Aus- und Umbau von altem Gebäudebestand
  • Neubau eines Null-Energie-Hauses
  • Naturnahe Abwassereinigung (Pflanzenkläranlage, Teich), Komposttoiletten
  • Integriertes Energiesystem (Blockheizkraftwerk, Passivhausanbau, Solaranlagen, Stückholzofen)
  • Bildungsarbeit und Umwelterziehung
  • Erstellung/Umbau durch eigenen Baubetrieb (ökologische Dienstleistungen)
  • Feste und kulturelle Veranstaltungen mit der Dorfgemeinschaft des Altdorfes
  • Ökologische Landwirtschaft (20 ha bewirtschaftete Fläche)
  • Errichtung und Betrieb einer Hofbäckerei
  • Interner Fonds, gegenseitige Kredite

Die Akteure wollen bewusst das Leben in einer strukturschwachen Region im ländlichen Raum fördern. Eine enge Anlehnung an die noch bestehende Dorfstruktur (Handwerker, Gemeindeleben) und anspruchsvolle ökologische und soziale Projektelemente (integriertes Energiesystem, gemeinsame Dorfökonomie) machen die Siedlung zu einem sozial-ökologischen Modellprojekt.

Bauen
Als alternative Baustoffe werden vor allem Holz, Lehm, Strohballen, „Isofloc“ und Hanf verwendet. An der Entwicklung des Strohballenbaus in Deutschland bis hin zur „Allgemeinen Baustoffzulassung“ haben die Bauprojekte in Sieben Linden in Zusammenarbeit mit dem  Fachverband Strohballenbau maßgeblichen Anteil.
Die Häuser und Unterkünfte tragen Namen wie „Einhornhaus“(2016) „Bellevue“ „Libelle“ „Windrose“ „Villa Communia“ „Kubus“ „Brunnenwiese“ „Strohpolis“ (2008 das größte Strohballenhaus Europas) „Globolo“ „Poppauer Hof“ „Villa Strohbunt“ Nachbarschaft „81,5“ „Nordriegel“ bzw. „Regiohaus“ (1998).

 

Projekt-Webseite: oekodorf7linden.de
Ausführliche Dokumentation von Strohpolis

 

Permakultur / Landwirtschaft
Silke Hagmaier arbeitet mir ihren Zugpferden im Gemüsebau (hier ein Video (2015) in dem eine Gründüngung angelegt und geerntet wird) und im Wald (Holzrücken und Holztransporte) und gibt Seminare zu Pferdekommunikation („Pferdeflüstern“) bzw. Grundausbildung von Pferd und Mensch. Ihr Betrieb, die Fuhrhalterei Frühwach, ist im Ökodorf Sieben Linden angesiedelt. www.kooperative-pferde.de

Mit der Fertigstellung des Wohnhauses „Einhorn“ im nächsten Frühjahr wird wieder mehr Platz für neue Menschen sein.

Mitmachen / Einsteigen:
Voraussetzung für eine Annäherung nach Sieben Linden ist die Teilnahme an zunächst einem Projektinformations-Wochenende und danach einem Kurs „Sieben Linden intensiv“. Menschen, die an „Sieben Linden intensiv“ teilgenommen haben, können sich dann für den einmal jährlichen Gemeinschaftskurs bewerben, der stets über Ostern stattfindet, und die Grundlage für einen Probezeitantrag ist.

Veröffentlichungen
Eine Studie der Gesamthochschule Kassel (Link dazu) über den ökologischen Fußabdruck ergab, dass wir im Vergleich einen ökologischen Fußabdruck pro Person hinterlassen, der nur ein Drittel so groß ist wie im Bundesdurchschnitt. Hier spielen die vegan und vegetarische Ernährung, Car-Sharing und die Vermeidung von Flugreisen sowie die gute Dämmung der Häuser eine entscheidende Rolle.

Filme über das Ökodorf:
https://siedlungen.eu/video/videos-ueber-das-oekodorf-sieben-linden

 

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